Dichten, ganz praktisch: Auf in die Natur!

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Natur wahrnehmen Blick in Weidenkrone - (c) ABCDK Depositphotos

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Natur wahrnehmen – der Schreibimpuls zum 12. Lyrik-Baustein

Um die Naturlyrik geht es bei meinem zwölften Baustein in der Federwelt-Serie Dichten lernen (Heft Nr. 146/ Februar 2021). Klar – auch bei diesem Thema darf der Schreibimpuls nicht fehlen. Dieses Mal haben Sie sogar die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Herangehensweisen, wenn Sie ein Gedicht verfassen und zum Federwelt-Wettbewerb einsenden wollen.

Sie können ein zeitgemäßes Naturgedicht schreiben, wie unter (a) ausgewiesen. Oder sich im Nature Writing erproben, dann finden Sie die weiteren Details unter (b).

  • Entscheiden Sie sich bitte für einen der beiden Vorschläge, nur eine Einsendung ist möglich!

(a) Nutzen Sie die seit der Antike eingesetzten Motive einer idealen Landschaft (Locus amoenus)

Nehmen Sie in Ihrem Gedicht eine Naturstimmung auf und verdichten Sie diese in einem prägnanten Bild, in dem Sie auf drei Aspekte des Locus amoenus zurückgreifen: Baum, Wiese, Quelle, Bach, Vogelgesang, Blumen. Ob Sie eine idyllische oder verletzte Natur darstellen, liegt in Ihrem Ermessen.

(b) Erkunden Sie in tatsächlicher Begegnung und Auseinandersetzung einen Stein oder Baum

• Gehen Sie ganz nahe heran und notieren Sie Ihre Wahrnehmungen.
• Treten Sie einen Meter zurück: Was beobachten Sie nun? Welche Gedanken kommen Ihnen?
• Gehen Sie etwa fünf Meter auf Distanz und nehmen Sie das Umfeld in den Blick. Wo liegt der Stein? Wie sieht der Baum im Park/ an der Straßenecke aus? Lassen Sie sich Zeit, treten Sie mit Ihrem Gegenüber immer tiefer in Kontakt. Wohin führen Ihre Assoziationen Sie? Ihre Erinnerungen? Notieren Sie weiterhin alles!
• Schreiben Sie auf der Basis Ihrer Aufzeichnungen ein Gedicht in Ich-Perspektive und bleiben Sie auch dabei noch offen für neue Einfälle.



Möchten Sie ein Gedicht als Ergebnis Ihrer Arbeit an Anke Gasch in der Federwelt-Redaktion schicken?
Das können Sie bis zum 20. Februar 2021 gerne per E-Mail tun: anke.gasch@federwelt.de
Anke Gasch bestätigt Ihnen den Eingang der Mail.



Was Sie mit Ihren Versen bei Dichten, ganz praktisch erreichen können

Aus den eingegangenen Gedichten wähle ich eines aus, das in einer der nächsten Ausgaben der Federwelt publiziert wird.* Zusätzlich zur Veröffentlichung erhalten Sie meinen E-Mail-Kurs

Schreiben im Anthropozän – Eine neue Sicht auf die Erde

Diese poetische Spurensuche inspiriert Sie, Ihre Wahrnehmung im Umgang mit der Natur zu sensibilisieren.

* Die Federwelt-Redaktion behält sich vor, lediglich Auszüge aus dem Gedicht zu veröffentlichen, sollte der Umfang des Textes über 1.000 Zeichen inklusive Leerzeichen liegen.

Mit der Liebe durch die Jahrhunderte: Die Gewinnerin der vorherigen Ausschreibung

Gertraud Wiggli von Loewenich hat mit ihrem Wortspiel arme  gewonnen. Mit der Liebe durch die Jahrhunderte lautete der Titel des Wettbewerbs, der den elften Lyrik-Baustein begleitete.

Clemens von Brentano stand der Lyrikerin mit seinen Versen Die Liebe lehrt Pate. Sie können das Gedicht von Gertraud Wiggli von Loewenich und meine Urteilsbegründung in der Federwelt-Ausgabe Nr. 146 finden.

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Frühere Lyrik-Bausteine der Federwelt-Serie finden Sie hier im Blog:

Sie möchten weitere Schreibimpulse?

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Mit der Liebe durch die Jahrhunderte

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Als Liebessymbol rote Herzen - Schreibimpuls fuer ein Liebesgedicht | Unternehmen Lyrik

Quelle: pixabay

Ihr Liebesgedicht in der „Federwelt“ | Machen Sie mit beim Wettbewerb!

Ein elfter Baustein ist in der Federwelt-Serie „Dichten lernen“ dazugekommen. Alles dreht sich dabei um die Liebe. Im  Heft des Autorenmagazins (Nr.141/2020) gewinnen Sie Einblick in verschiedene Spielarten der Liebeslyrik. Sie macht immerhin den Hauptanteil der deutschsprachigen Dichtung aus.

Egal ob Leidenschaft, Sehnen, Trauer oder Klage das lyrische Ich umtreiben, ob stilles Glück wartet oder Verliebtheit Flügel verleiht, in einem Liebesgedicht können Sie nahezu alle Gefühlsregister ziehen. Sogar die Natur bleibt als Kulisse nicht aus. Landschaft, Wetter, Jahreszeit werden zum Spiegel für  innere Gestimmtheit, die Rose einschließlich ihrer Dornen zum Liebessymbol schlechthin.

Schmieden Sie Ihre Verse, bis die Funken stieben! Der folgende Schreibimpuls hilft, das Feuer zu schüren.

„ich will nichts von dem was ich schon kenne!“*

Diese Gedichtzeile von Monika Rinck kann Ihr Motto sein. Wandeln Sie schon Bekanntes in Neues. Überraschen Sie mit einer Sicht aus ungewohntem Blickwinkel, verführen Sie Ihre Leser/innen, ziehen Sie sie in den Bann. Mit und über Liebe zu schreiben gibt Ihnen doppelt Schwung und Wortkraft.

Suchen Sie sich daher ein Liebesgedicht aus einer älteren Literaturepoche und stellen Sie bei der Lektüre folgende Fragen:

  • Welches Motiv vermittelt das Liebesthema?
  • Inwieweit ergänzen Klang, Stilfigur, Sprachspiel das Liebesmotiv?
  • Welche Aussagen über die Liebe leiten sich aus dem Gedicht ab?
  • In welchem Bezug steht das Liebeskonzept zu Ihrer eigenen Auffassung?

Machen Sie sich auf den Weg durch die Jahrhunderte. Wählen Sie einen Vers des Gedichts aus und nehmen Sie ihn als Ausgangszeile Ihres lyrischen – zeitgenössischen (!) – Liebesgedichtes.

* aus: Monika Rinck: ‚gefühle an fenstern‘. In: Verzückte Distanzen. Zu Klampen 2013. S. 27



Gertraud Wiggli von Loewenich hat mit ihrem Wortspiel arme  gewonnen. Mit der Liebe durch die Jahrhunderte lautete der Titel des Wettbewerbs, der den elften Lyrik-Baustein begleitete. Clemens von Brentano stand der Lyrikerin mit seinen Versen Die Liebe lehrt Pate. Sie können das Gedicht von Gertraud Wiggli von Loewenich in der Federwelt-Ausgabe Nr. 146 finden.


Zu den oben erwähnten früheren Bausteinen der Federwelt-Serie Dichten lernen gelangen Sie hier:

Was zu einem guten Text gehört, zeigt Ihnen dieser Überblick: