Baustein 8: Auf Klangspuren unterwegs

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mit Klangspuren im Gedicht Stimmungen erzeugen: Bunte Illustration mit Musikinstrumenten Depositphotos_10533907

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Im Gedicht Stimmungen erzeugen

Die Filmmusik macht es vor. Sie steigert die Spannung, lässt uns mit den Akteuren bangen oder rührt uns, manchmal sogar zu Tränen. Töne und Rhythmen beeinflussen uns, auch wenn wir sie nur unbewusst wahrnehmen. Ihre subtile Wirkung erfahren wir ebenso durch die Beschallung in Kaufhäusern; ja wir setzen diese Strategie sogar selbst ein: sprechen schneller, erhöhen die Stimme, geben ihr besonderen Nachdruck oder ein bestimmtes Timbre, um Gefühle zu wecken und unser Ziel zu erreichen. Was hindert uns also daran, auch in unseren Gedichten auf Klang zu bauen!

Beachten Sie die Wirkung einzelner Laute

Mit den Buchstaben und Lauten als kleinste Spracheinheit haben wir bereits den Generalschlüssel für einen suggestiven Klang in der Hand.
Beobachten Sie, mit welchen Ausrufen – o, ach, ui, wow – Sie spontan reagieren; wie es Ihnen vor Schreck die Sprache verschlägt, Sie vor den Kopf gestoßen zu stottern beginnen oder vor Begeisterung einen Redeschwall loslassen. So erweitern Sie im Alltag Ihr Sprachbewusstsein. Doch aufgepasst! Es geht nicht um Lautmalerei „Klingkling, bumbum und tschingdada“ (Detlev von Liliencron) oder um Weh-Klagen in Ihrem Gedicht. Solcher Einsatz bräuchte in unserer Zeit wohl eine gute Portion Ironie.

Singen Sie zum Beispiel einzelne Vokale und Konsonanten, zischen, brummen oder seufzen Sie. Spüren Sie, wo der Ton im Körper Resonanz erzeugt und welche Gefühle die Laute auslösen. Auf dieser Basis können Sie auch im Gedicht Stimmungen hervorrufen und Ihre Aussage mit Hilfe des Klangs auf allen Gestaltungsebenen bekräftigen.

Friedrich Schiller macht es vor

Zwei Strophen aus Friedrich Schillers „Der Taucher“ zeigen: O und U häufen sich und ziehen in die Tiefe, während E und I den Aufstieg begleiten. Derart werden Angst, Erleichterung und Freude durch den Klang untermauert.

Aus: Der Taucher

[…]
Und stille wird’s über dem Wasserschlund,
In der Tiefe nur brauset es hohl,
Und bebend hört man von Mund zu Mund:
„Hochherziger Jüngling, fahre wohl!“
Und hohler und hohler hört man’s heulen,
Und es harrt noch mit bangem, mit schrecklichem Weilen.

[…]

Und sieh! aus dem finster flutenden Schoß,
Da hebet sich’s schwanenweiß,
Und ein Arm und ein glänzender Nacken wird bloß,
Und es rudert mit Kraft und mit emsigem Fleiß,
Und er ist’s, und hoch in seiner Linken
Schwingt er den Becher mit freudigem Winken.

[…]

Friedrich Schiller, 1759–1805

Wirken Sie auf den Atemfluss ein

Vom hohen I bis zum tiefen U können Sie Ihren Klangzauber entfalten, Diphthonge, also Doppelvokale wie ei oder eu, und Konsonanten inbegriffen. Doch Sie zielen nicht nur auf Wirkung durch den Ton, sondern beziehen auch den Atem Ihrer Leser/innen ein. Wie in der Musik arbeiten Sie mit Pausen und Tempo. Ob Sie Wörter mit Doppellauten, mit kurzen oder langen Vokalen wählen, ein- oder mehrsilbige Wörter gebrauchen: All dies bereichert das Klangspektrum mit dem Sie Ihr Publikum auf der unbewussten Ebene erreichen.

Verzweifelt

Droben schmettert ein greller Stein
Nacht grant Glas
Die Zeiten stehn
Ich
Steine.
Weit
Glast
Du!

August Stramm, 1874–1915

In Stramms Gedicht untermalen Wortfetzen, abgebrochene Sätze und isoliert stehende Wörter die Verzweiflung. Beim Lesen der Kurzzeilen stockt der Atemfluss. Pausen entstehen, machen die Vereinsamung des lyrischen Ichs erfahrbar.

Mit Tempo außer Atem bringen

Mit den Mitteln der Alliteration, des Zeilensprungs (Enjambements) und ineinandergreifender Sätze (Apokoinu) beschleunigt dagegen Ulla Hahn den Sprachfluss. Über alle Bildlichkeit hinaus vermittelt die Dichterin auch auf der Klangebene das Gefühl von Vehemenz und Rage. Denn die mit Tempo geladene Textpassage bringt Leserin und Leser „außer Atem“ und erzeugt so eine angespannte Hektik.

Aus: Im Märzen

[…]
hack der Krähe ein Auge

aus Amsel Drossel Fink und Star
dreh ich den Hals um dem Krokus
köpf ich die Knospen ich schmeiß
dir mit Veilchen die Fenster

ein jeder sehe wie
[…] (1)

Ulla Hahn, *1945

Im Rhythmus den Herzschlag erinnern

Im Zusammenspiel von Satz und Zeile werfen Sie Ihre Melodie in größeren Bögen aufs Blatt. Ist sie stockend oder auf Harmonie angelegt? Klingen Ihre Verse monoton oder machen kurze Einschübe und Gliedsätze sie lebendig – wie bei Peter Hacks?

Beeilt euch, ihr Stunden, die Liebste will kommen.
Was trödelt, was schleppt ihr, was tut ihr euch schwer?
Herunter da, Sonne, und Abschied genommen.
Verstehst du nicht, Tag, man verlangt dich nicht mehr.
[…] (2)

Peter Hacks, 1928–2003

Takt und Rhythmus kommen hinzu. Als Grundeinheit gilt der Herzschlag. So haben Sie es auch über das Metrum – ob in regelmäßiger oder durchbrochener Hebung und Senkung – in der Hand, Ihre Leser/innen zu lenken und womöglich aus dem Takt zu bringen. Auch so erzeugen Sie im Gedicht Stimmungen!

Hebungsprall – Störmanöver mit System

Für das Distichon ist ein solches Störmanöver obligatorisch. Während der erste Vers, der Hexameter, eine Frage aufwirft oder eine Ansicht zur Diskussion stellt, wird bei der Antwort in der zweiten Zeile, dem Pentameter, das reguläre Versmaß ausgesetzt: In der Zeilenmitte folgen zwei Hebungen unmittelbar aufeinander. Dieser Hebungsprall wie bei „sehr, sieht“ spitzt mit dem „Doppelschlag“ die Antwort zu.

Was schadet

Ist ein Irrtum wohl schädlich? Nicht immer, aber das Irren
immer ists schädlich, wie sehr, sieht man am Ende des Wegs.

Johann Wolfgang Goethe, 1749-1832 | Ebenso Friedrich Schiller zugeschrieben. Unter seinem Namen ist in der Bibliothek deutscher Klassiker der „Xenien-Komplex“ als Gemeinschaftswerk beider Dichter veröffentlicht.

„Gedichte, mögen sie im ersten Hören oder Lesen noch so hermetisch wirken, sind Geschöpfe der Empathie.“ (3) Mit Klangmotiven schaffen Sie über Zeile und Strophe hinweg rhythmische Einheiten. Echoräume entstehen, indem Sie Worte wiederholen oder nuancieren und vor allem – die Möglichkeiten des Reims und der Assonanz ausreizen, wie es Sabine Techel vorführt: „der/er/der, -welt/quält, -wulst/Mut, wenn/denn/Wenn, beschieden/schmieden, kommt/bekommt“.
Im Gedicht Stimmungen anzulegen, ist leichter als gedacht: Setzen Sie auf den Klang, damit Ihr Gedicht über die Lektüre hinaus in Ihren Leser/innen nachhallt.

Papenfuß zugeeignet

Viel öfter als die Warenwelt der
Hüftwulst einen Dichter quält, wenn er
denn in die Jahre kommt. Wenn ihm jedoch der
Mut beschieden, den Reim von „Kohlrabi“ auf „Poesie“
zu schmieden, läßt das für ihn und seine
Hüfte hoffen: Daß dies Jahr wieder er (und ihm)
Das Frischgemüse auch bekommt. (4)

Sabine Techel, *1953

Quellenangaben:

(1) Hahn, Ulla: Im Märzen. In: Klima für Engel. dtv 1993, S. 25
(2) Hacks, Peter: Beeilt euch, ihr Stunden. In: Die Gedichte. Edition Nautilus 2000, S. 458
(3) Oleschinski, Brigitte: Reizstrom in Aspik. Ein Poetik-Projekt mit Urs Engeler, DuMont 2002, S. 54
(4) Techel, Sabine: Viel öfter als die Warenwelt. In: Jahrbuch der Lyrik 2002, Hg. Christoph Buchwald und Adolf Endler, C. H. Beck 2001, S. 95

Dieser Artikel ist – leicht abgewandelt – in der Federwelt Nr. 125 August/September 2017 erschienen.

Die passende Schreibanregung darf nicht fehlen!
  • Verfassen Sie doch ein Gedicht in Mundart oder Jargon!
    H. C. Artmanns Gedicht „Blauboad“, auf Lyrikline vom Dichter selbst gesprochen, kann Sie auf diese Klangspur bringen.
  • Damit Sie auch mit regionalen Sprachspielereien punkten, gibt es Hilfsmittel wie Mundart-Wörterbuch und Sprachatlas, die Fundgrube für manches ausgefallene Reimwort sind. Hören Sie ein „Chinesisches Couplet“ Carl Valentins und lassen Sie sich von den Zungenbrechern beeindrucken – und natürlich anregen :-)
    Lexika im Dreiländeraustausch mit Querschlag zu Karl Valentin


“ … jeder Moment ist einzigartig“ – ein Gespräch mit Ruth Loosli

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Ruth Loosli | Foto: © Anne Bürgisser
Die Schweizer Autorin Ruth Loosli Foto: Anne Buergisser

Glück – oder ein Tag aus lauter Zeichen

Die Schweizer Autorin Ruth Loosli lebt und arbeitet in Winterthur. In Coucou, dem Kulturmagazin der Stadt, hat sie  die „Page Blanche“ Nr. 57″ gestaltet und in einen farbigen „Zauberberg“ verwandelt. Denn unter den Farbschichten liegt eine Landkarte, deren eingezeichnete Wege und Dörfer – mit all ihrer Lebenswelt – verschwunden sind.

Der Gedichtband „Berge falten“ und die zweisprachige Ausgabe der Geschichten von „Wila/ Ouila“, der eigenwilligen Heldin, die „viele Leben, viele Namen und viel Geschick“ hat, sind 2016 erschienen. „Jeden Tag purzelt eine neue Wila ins Leben“, lautet das dem Buch vorangestellte Motto. „… jeder Moment ist einzigartig“, sagt Ruth Loosli auch in unserem Gespräch und lädt zu einer reichen Spurensuche ein.

Mit Ruth Loosli im Gespräch

Im Zusammenhang mit dem „Zauberberg“ vergleichst Du die Schrift und ihre Zeichen mit Spuren, die quer durch die Kulturen etwas anzeigen. Was bedeutet es Dir, dass Deine Geschichten von „Wila“ zweisprachig erschienen sind? Oder dass Du die Texte auch auf Französisch vorträgst? Und wie ist es, Deinem Text in der anderen Sprache zu begegnen – zumal Camille Luscher sehr frei übersetzt hat?

Wenn ein Text übersetzt werden kann, ist das ein Glücksfall. Vor allem, wenn man als Schreibende noch nicht über die regionalen Grenzen hinaus bekannt ist. Dieses Glück bekam mein Band „Wila“, weil eine Verlegerin aus Genf sich für diese Prosatexte begeisterte.

Beim erwähnten „Zauberberg“ gehe ich davon aus, dass alle Sprachen gleichberechtigt sind und alle Spuren zu einem Ursprung führen. Welche Laute waren zuerst da? Wie haben sich die Sprachen entwickelt? So genau weiß man das trotz aller Forschung nicht. – Die Figur Wila, deren Namen ins weichere französische „Ouila“ übersetzt wurde (und Namen werden bekanntlich ganz selten „übersetzt“), verkörpert für mich denn auch das Große im Kleinen. Ein ganzes Dorf in einer Person (Neruda sagt: „Viele sind wir“). Und da passen verschiedene Sprachen bestens ins Bild.

Diese Texte trage ich sehr gern zweisprachig vor, noch lieber lasse ich sie in der Fremdsprache von jemandem vorlesen. Es ist ein Staunen, dass da eine Übersetzerin so genau hingehört hat und hingeschaut. Und sich die Freiheit genommen hat, so zu tun, als könnte sie fremdgehen. Freiheit im Übersetzen gelingt vermutlich nur mit der größtmöglichen Sorgfalt.

  • Ruth Loosli liest bei den Solothurner Literaturtagen aus ihren beiden Büchern „Berge falten“ und „Wila/Ouila“ >> Video (auf der Plattform Vimeo)

Unbrauchbare Konzepte über Bord werfen

„Gute Literatur kann so etwas wie Festland bedeuten.“ Dein Vergleich hat mich sofort begeistert. Ebenso Dein Bild einer Weltkarte ohne Grenzen, auf der die Kontinente nur vom Meer umgeben sind. Das Motiv der Page Blanche als noch unbeschriebener, ja unschuldiger Anfang sehe ich dabei auch als Metapher für die Rückkehr zu diesem Ursprung. Kann Literatur diese Utopie stützen? Welche Mittel hat sie dafür? Siehst Du Dein Schreiben in einem solchen utopischen Zusammenhang oder inneren Auftrag? 


Das ist eine schöne Frage, die weit und tief geht und sie muss – auch mit germanistischem Hintergrundwissen – individuell beantwortet werden. Die Utopie lautet für mich: PAGE BLANCHE ist jeder Moment und jeder Moment ist einzigartig, wenn wir (wieder) lernen, die Konzepte zu überprüfen und die unbrauchbaren über Bord zu werfen.

Unser Sein vermag viel tiefer zu gehen, als die Oberfläche unserer schnellen Welt zu zeigen vermag. Und dafür eine Sprache zu finden, nämlich für die Utopie einer Menschwerdung in einer gemeinsamen Ethik: das ist für mich die hohe Kunst. Den Menschen und der Natur zuhören und daraus Sprachmelodien weben, in meinem Fall vor allem in der Lyrik, ja, das ist mir ein Anliegen und sogar, wie du es formulierst, „ein innerer Auftrag“.

Aber damit will ich vorsichtig sein, es sind meine Träume, die mich führen, und die sind zurückhaltend und tendenziell schüchtern, weil sie sich im Werden befinden und Zeit brauchen für die Entwicklung. Die brauchen einen gewissen Schutz, ehe sie sich durch mich als Sprachrohr „süferli“ in eine Form gießen lassen.

Im Paradoxon unterwegs

Nicht nur in „Wila/Ouila“ integrierst Du viele Facetten in ein größeres Ganzes, alles hat seine Berechtigung. „Berge falten“ lässt schon im Titel sowohl Kontrast als auch Zusammengehörigkeit spüren. Das erinnert an das Koan im Zen: „Das Klatschen mit einer Hand“ lässt sich nicht durch Logik, sondern nur aus der Intuition begreifen. Wo ist für Dich dieser Sammelpunkt, der Dir die Kraft, aber auch die poetischen Mittel gibt, die Vielzahl der Perspektiven in eine Einheit zu bringen? Liegt darin gerade die Herausforderung des Schreibens?

Dieser Frage versuchte ich mich oben anzunähern, mehr kann ich im Moment dazu nicht sagen oder ich müsste eine lange Wanderung machen mit nur dieser Frage im Gepäck. Jedenfalls ist das Wort „Paradoxon“ mit seiner Bedeutung eine zentrale Leitlinie in meinem Denken und Schreiben.

Das Heimatgefühl der Sprache

Hilde Domin nannte im Exil die (deutsche) Sprache ihre Heimat. Du hattest Stipendien in Ventspils und Romanimotier. Welche Erfahrungen hast Du dabei gemacht, vor allem in Lettland in einer fremden (oder auch vielstimmigen) Sprachumgebung zu arbeiten? Gab es da dieses Heimatgefühl der Sprache (der eigenen oder auch fremden), von dem Du selbst sprichst? Welche Beobachtungen haben Dein Schreiben dort geprägt und welchen Spuren bist Du gefolgt?

Das waren wichtige Tage und Nächte für mich; diese Wertschätzung meiner Arbeit gegenüber in Form von gestaltetem Raum, den ich begehen und nutzen durfte. Da waren Bücher, in die man hineinschauen durfte, da war eine Küche, wo man sich zu einem Gespräch treffen konnte oder auch zu einer nonverbalen Begegnung, die sich wohltuend auswirkte.

Ich bin ein Mensch, der auf soziale Kontakte angewiesen ist, obwohl ich natürlich die Stille und Zurückgezogenheit ebenso dringend brauche. Aber ganz ohne Begegnungen würde mein Schreibfluss in Kürze eintrocknen, ich bin leider nicht geeignet für einsame Schreiborte, das musste ich schon bitter erfahren.

Die Erfahrung, in der Fremde zu schreiben

Fremde Sprachen dagegen sind kein Problem, auch wenn ich sie brennend gern verstehen würde und mich auch da relativ schnell verloren fühlen würde, wenn es gar keine Möglichkeiten von Übersetzungshilfe gäbe. Oder Brocken, die alle verstehen. Ja, Sprache ist elementar mit dem Gefühl von Heimat im Sinn von beheimatet/befriedet sein verbunden. Insofern ist es heftig und wichtig zu erfahren, dass der Mensch außerhalb seiner bekannten Sprachgrenzen den inneren Frieden verlieren und sich bei „Sprachlosigkeit“ Aggression und/oder Depression breitmachen können. Das sind gefährliche Mischungen, die wir ja gerade in diesen Jahren in Europa erfahren.

Deshalb ist es sinnvoll, selber immer wieder die Erfahrung vom „Ausländer-sein“ zu machen. Dies ganz grundsätzlich, aber für Sprachschaffende ist es mit Sicherheit von zentraler Bedeutung. Diesen Spuren bin ich gefolgt und folge ihnen überall hin. In Ventspils kamen noch kostbare Erlebnisse von anderen kulturellen Unterschieden dazu.

Untenstehendes Gedicht, das ich kürzlich nach einer Fremdsprachenlektion schrieb, sagt viel aus von dem, was ich in diesem Gespräch zu beschreiben versuchte, und ich möchte ihm gern die Ehre zum Schlusswort geben.

 

Glück

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Dieser Tag
besteht aus lauter
Zeichen dies sind
Konsonanten und
Vokale gleichwertig
ohne die einen
geht es so wenig
wie ohne die anderen

Und mittendrin ein Imperativ:
Steh auf!
Stell dich den Zeichen
Wähle davon
Bilde Neues

Dieses Tages
Glück

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© Ruth Loosli

 

Ich danke Dir für unser inspirierendes Gespräch!
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