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	<title>Unternehmen Lyrik &#187; Roswitha Hofmann</title>
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		<title>Monatsgedicht im November: &#8220;zeichenlese&#8221; von Roswitha Hofmann</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 11:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Didyk</dc:creator>
				<category><![CDATA[AutorInnen]]></category>
		<category><![CDATA[Monatsgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Monatsgedicht November]]></category>
		<category><![CDATA[Roswitha Hofmann]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Nummer 9 &#8211; zeichenlese&#8221; nannte mir Literaturkritiker und Juror Günter Ott (Augsburger Allgemeine Zeitung) am Telefon als seinen Favoriten. Roswitha Hofmann (Kaufbeuren) ist die Siegerin dieser zweiten Runde. Sie hat das Monatsgedicht für November verfasst: zeichenlese aufgelesen vom boden führt die feder leicht durch bodenlose lesehimmel … keine spur am himmel bleibt vom vogelflug webt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Nummer 9 &#8211; zeichenlese&#8221; nannte mir Literaturkritiker und Juror Günter Ott (Augsburger Allgemeine Zeitung) am Telefon als seinen Favoriten. Roswitha Hofmann (Kaufbeuren) ist die Siegerin dieser zweiten Runde. Sie hat das Monatsgedicht für November verfasst:</p>
<blockquote><p><strong>zeichenlese</strong></p>
<p>aufgelesen<br />
vom boden führt<br />
die feder<br />
leicht durch<br />
bodenlose<br />
lesehimmel</p>
<p>…<br />
keine spur<br />
am himmel bleibt<br />
vom vogelflug<br />
webt<br />
dein glück nur<br />
im auge</p>
<p>© Roswitha Hofmann</p></blockquote>
<p>Günter Ott fügt seiner Wahl folgenden Kommentar bei:</p>
<blockquote><p>Welche Bild- und Wortgewitter sind schon auf die Poesie niedergegangen! Und doch hat sie eine ihrer starken Wurzeln in dem, was man das Einfache nennt &#8211; was zu dichten alles andere als einfach ist. Wunderbare Beispiele danken wir (u.a.) der Romantik. In dieser Tradition scheint mir dieses Gedicht zu stehen, einer doppelbödigen Sprach- und Denkbewegung, die nicht allein zentrale Wörter wie &#8220;bodenlos&#8221;, &#8220;aufgelesen&#8221; und &#8220;Feder&#8221; (Schreibfeder, Vogelfeder) mit sich führt, sondern &#8211; vor allem &#8211; in der Drift nach oben immer den Abgrund im Auge, im Sinn hat. So beglückend der Vogelflug, so sehr bleibt er das ferne Glück &#8211; ein Glück freilich, an dem der (lesende und dichtende) Mensch unentwegt webt.</p></blockquote>
<p><em>Herzlichen Glückwunsch</em> an Roswitha Hofmann, die sich über die gute Sonntagsbotschaft gestern schon freute. Für mich ist es selber jedes Mal spannend, die Nummern der Gedichte mit den Namen zu verbinden. Welche Person hinter dem Text steckt, für den sich Günter Ott entschieden hat, erfahren Sie hier:</p>
<blockquote><p>Roswitha Hofmann, geboren am zwanzigsten Mai neunzehnhundertachtundvierzig, liebt Gedichte, Prosaminiaturen, Texte. Schreiben heißt für sie berühren, kristallisieren, die Worte gegen den Strich bürsten. Seit 2003 ist Roswitha Hofmann Mitglied im Autorenkreis Allgäu, seit 2005 bespricht sie regelmäßig Bücher in Beckers Lesezeichen.<br />
Veröffentlichungen: ‚Die Lust auf der Zunge zergehen lassen’  (2003), Gedichte und Prosaminiaturen in ‚harras 20’  (2004) in ‚Lust auf Erotik’ (2005). Prosaminiaturen in diversen Anthologien. Lesungen hielt Roswitha Hofmann im Allgäu, in Tannberg/ Salzburg, Meißen und Winterkasten/ Mannheim.</p></blockquote>
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