13.09.2010

Schreiben im “Dirndlgwand”

Filed under: Rund ums Schreiben — Tags: , — Michaela Didyk @ 01:45

Bald überschwemmt es München wieder mit Lederhosen und Dirndl, Wiesnkluft ist in. Vielleicht ist es nur Neid, weil mir das entsprechende Holz vor der Hütte fehlt, wahrscheinlicher ist, dass mir das zwangsweise Tragen eines solchen “Schürzenkleides” in Jugendtagen die Lust daran gründlich verdorben hat.
Doch was haben Trachtenmode und Wiesn im Lyrikblog zu suchen? Sie passen als Einleitung zu einem Artikel über Mundartdichtung, möglicherweise findet auch eine internationale Lesung im Bierzelt statt. Karl Valentin und Liesl Karlstadt haben in ihren Couplets immerhin bewiesen, dass Bayrisch sehr chinesisch klingen kann:

Nein, nichts davon. Lyriker (und nicht nur sie) brauchen Schreibzeug, sprich Notizbücher. Denn Geistesblitze wollen sofort festgehalten werden. Beim Papierhersteller Gmund sind bis ins feinste Detail abgestimmt und in fünferlei Farben Dirndl Bücher “zum Oktoberfest neu eingetroffen”. Vielleicht wäre bei solchem Angebot doch auch eine Schreibnacht vorm Maßkrug oder in der Geisterbahn nicht verkehrt.
Auf die Dirndl-Rarität hat mich das Notizbuchblog aufmerksam gemacht. Hier sammelt “Notizbuchfanatiker” Christian Mähler Interessantes zum Thema. Wer sich über Notizbücher aus Italien oder Indien, über Bände mit Dünndruckpapier wie bei kirchlichen Gesangsbüchern oder über Holzbücher informieren will, wird im Blogarchiv mit derzeit 231 Herstellern schnell fündig. Ein exzellenter Ratgeber auch für Geschenke – und nach dem Oktoberfest ist es bis zum Advent nicht mehr weit.