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	<title>Unternehmen Lyrik &#187; Monatsgedichte</title>
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		<title>Oliver Füglister ist mit &#8220;Unstille&#8221; Gewinner der Januar-Runde</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 23:10:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Didyk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen]]></category>
		<category><![CDATA[Monatsgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Film- und Kinogedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Greiner]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Füglister]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Januar schlägt das Pendel in die andere Richtung. Auf die Stille des letzten Monats folgt nun die &#8220;Unstille&#8221;. Beim Thema Film- und Kinogedicht hat Oliver Füglister gerade durch seinen humorvollen Einschlag die Monatsgedicht-Runde für sich entschieden. Die besten Glückwünsche gehen dieses Mal nach Basel. Rauschen. Sirren. Piepsen. Ameisenlauf Opa sitzt im Sofa und schläft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Januar schlägt das Pendel in die andere Richtung. Auf die Stille des letzten Monats folgt nun die &#8220;Unstille&#8221;. Beim Thema Film- und Kinogedicht hat Oliver Füglister gerade durch seinen humorvollen Einschlag die Monatsgedicht-Runde für sich entschieden. Die besten Glückwünsche gehen dieses Mal nach Basel.</p>
<blockquote><p>Rauschen. Sirren. Piepsen.<br />
Ameisenlauf<br />
Opa sitzt im Sofa und schläft<br />
Oma sitzt im Sofa und schläft.<br />
Ameisenlauf<br />
Schwirren. Rauschen. Zirpen.<br />
Filmspule schlappt<br />
Abgerollt. Hitze der Maschine.<br />
Im Heizungskörper Rasseln.<br />
Oma schläft – die Zähne!<br />
Opa schläft – die Nase!<br />
Ameisenrennen<br />
Die Zeit gewinnt.<br />
Schemen eines Bildes<br />
Still in der Unstille<br />
Der 100’000 Punkte.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
© Oliver Füglister</p></blockquote>
<p><a href="http://www.sprach-t-raum.de">Katrin Greiner</a> traf die Auswahl für das Monatsgedicht im Januar. Für die Lektorin, Journalistin und Germanistin aus Halle, die 2011 auch der Jury für den MDR-Literaturpreis angehörte, spielt sich der Film gleich auf mehreren Ebenen ab.</p>
<blockquote><p>Profanes Equipment: ein Sofa, ein imaginärer Filmvorführapparat (wie heißen bloß diese Dinger?), eine Filmspule, eine Heizung und falsche Zähne. Das Personal: Oma und Opa (und natürlich das beobachtende lyrische Ich, das sich hier aber weitgehend raushält mit Kommentaren). So weit, so gut. Und daraus soll ein Gedicht entstehen? Eines, das die Welt ver-dichtet in wenige Zeilen? Genau das.<br />
&#8220;Unstille&#8221;, der Text, für den ich mich entschieden habe, kommt mit einfachen, aber sinnlichen Worten aus: rauschen, zirren, schwirren, piepsen, rasseln. Weniger ist hier eindeutig mehr. Das ist Lyrik, die sich selbst nicht zu ernst nimmt, sondern eine gewisse Leichtigkeit suggeriert. Hier braucht es weder bedeutungsschwangere Metaphern noch Welthaltigkeit mit der Holzkeule. Oma und Opa schlafen, der Film, vorher noch im &#8220;Ameisenlauf&#8221;, ist nach einem Rennen zu Ende, die Spule schlappt und die Zeit ist Erster. Das genügt. Der Text gerät selbst zu einer kurzen (Film-)Sequenz, die im Leser eine ganz neue, ganz eigene Reihe von Bildern anstößt. Welcher/wessen Film ist gemeint? Warum – verdammt! – ist es still trotz des Ratterns der Spule? Welches 100000-Pixel-Bild bleibt stehen?<br />
Nun also bin ich doch dem Regisseur des Ganzen auf den Leim gegangen: Eine einfach anmutende Inszenierung genügt und ich finde mich in meinem eigenen Film wieder, kann nicht einfach abhaken und weitergehen, sondern drehe und wende die mir offerierte Szenerie immer wieder. Und das ist gut.</p></blockquote>
<p>&#8220;Kleine autobiografische Skizze&#8221; nannte der Gewinner seine Vita, um die ich ihn bat. Sie macht den Beitrag mit Gedicht und Urteilsbegründung nicht nur im leichten Ton, sondern auch im weiteren &#8220;Film&#8221; rund und &#8220;entspricht&#8221;, so Oliver Füglister,&#8221; grade sehr gut meiner jetzigen Stimmung, launisch, unernst und ernst in einem.&#8221;</p>
<blockquote><p>Oliver Füglister, * 1974 in Lausanne, Schweiz<br />
Seit April 2011 ist er Hausmann, kümmert sich um seine beiden Kinder (9 und 2 ½ Jahre) und versucht, sich in einer Existenz einzurichten, die mit der Arbeitswelt, die er zur Genüge kennen gelernt hat – zuletzt als Geschäftsführer einer kleinen Marketingfirma -, nichts mehr zu tun hat: sich nur mit Worten und Gedanken, mit Bildern und Abbildern beschäftigend.<br />
Ausgebildeter Mittelalter-Historiker, widmet er sich zurzeit einerseits dem Schreiben von Gedichten, wobei er Mühe hat, dem freien Vers etwas Eigenes abzugewinnen, nachdem er monatelang nur Sestinen geschrieben hat, und möchte bis Frühling 2012 erstmals mit einer poetisch-absurden Nachrichtenrevue an die Öffentlichkeit treten (vorzugsweise in einem Café seines jetzigen Wohnorts Basel).<br />
Oliver Füglister hat folgende Prägungen aufzuweisen, die in sein Schreiben einfließen: Kindheit in katholischem Hinterland, grüblerische Mutter, frühe Fabulierlust, als Lügen tituliert, erste Liebe, Entdeckung Rimbauds, zweite Liebe, Entdeckung Dostojewskis, dritte Liebe, Berlin (rund 6 Jahre), Entdeckung der Haiku-Kunst, Entdeckung Prousts, 1. Kind, Entdeckung Joyces, 2. Kind, Burnout, Entdeckung des Prinzips „reduce to the max“ im freien Vers anhand der Lyrik von Samuel Menashe. (Einziges poetisches Idol: Jaan Kaplinski.) Ist jetzt gerade in der Waschküche am Wäschehängen, sein Junge rast donnernd auf seinem blauen Auto unter den Laken hindurch.</p></blockquote>
<p>Da kommen mit Oma und Opa Generationen zusammen und der Film hat seine neue Episode. Im Web ist Oliver Füglister übrigens unter <a href="http://www.faime.ch">www.faime.ch</a> zu finden und seine Tweets lesen Sie unter <a href="https://twitter.com/#!/ofueglister">@ofueglister</a>.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Wenn das in der Leichtigkeit der Darstellung nicht auch gleich eine Überleitung zum neuen Monatsgedicht-Thema ist! Im Februar geht es nämlich um <a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/projekte/monatsgedichte/monatsgedicht-7-spiel/">&#8220;Spiel&#8221;</a>. Jurorin ist Annette Stroux, die als Theaterfrau &#8211; und dabei selbst Lyrik schreibend &#8211; diesen Blickwinkel gut kennt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Marlies Blauth stellt mit „Nachts“ das Monatsgedicht für Dezember</title>
		<link>http://blog.unternehmen-lyrik.de/2011/12/10/marlies-blauth-stellt-mit-%e2%80%9enachts%e2%80%9c-das-monatsgedicht-fur-dezember/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 07:33:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Didyk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen]]></category>
		<category><![CDATA[Monatsgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Günter Ott]]></category>
		<category><![CDATA[Marlies Blauth]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtgedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[‚Nachtgedanken’ lautete das Thema der fünften Monatsgedicht-Runde. Was sich mit wachen Sinnen im Dunkel – sei es außen oder innen – alles vernehmen lässt und Schauer erzeugt, macht Marlies Blauth mit ihrem Gedicht deutlich. Nachts Psst! Sie sind wieder da. Hörst du ihr leises Husten? Das schlurrende Zirpen wenn sie ihre winzigen Glaskrallen wetzen? Spürst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>‚Nachtgedanken’ lautete das Thema der fünften Monatsgedicht-Runde. Was sich mit wachen Sinnen im Dunkel – sei es außen oder innen – alles vernehmen lässt und Schauer erzeugt, macht Marlies Blauth mit ihrem Gedicht deutlich.</p>
<blockquote><p><strong>Nachts</strong></p>
<p>Psst!<br />
Sie sind wieder da.<br />
Hörst du ihr leises Husten?<br />
Das schlurrende Zirpen<br />
wenn sie ihre winzigen Glaskrallen wetzen?</p>
<p>Spürst du das Flirren und Schlappen<br />
mit dem ihre Lufthäute deinen Nacken streifen<br />
riechst du den Hauch<br />
den sie giftig hecheln?</p>
<p>Mit schmatzendem Schwall<br />
werfen sie ihre Gewölle auf Teller und Tisch!</p>
<p>Kannst du die krausen Linien sehen<br />
die sie so wild durch die Zimmer tanzen<br />
bevor ihre Flügelknochen fletschend zerbrechen?<br />
Hörst du nicht dieses rohe Krachen?<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<span style="color: #ffffff;"> .</span><br />
Was sagst du da –<br />
alles ist still?</p>
<p><span style="color: #ffffff;">-</span><br />
© Marlies Blauth</p></blockquote>
<p>Als Juror dieser Runde wählte der Journalist und Literaturkritiker Günter Ott den Favoritentext aus:</p>
<blockquote><p>Stille Nacht – von ihr wird in diesen Tagen wieder gesungen. Doch die Nacht ist nicht still. Wer dies erfahren will, muss allerdings still sein („Psst!“), denn nur dann schärfen sich die Sinne für die Nacht draußen, mehr noch für die Nacht drinnen, für die Nacht im Menschen. Wer in seine Nacht hineinhört, in sein Dunkel geht, den überkommen Ahnungen, gespensterhafte Erscheinungen – Dinge, die vorüberwischen, vorüberzischen; die einen schrecken („deinen Nacken streifen“), die Sinne verwirren („krause Linien“, „wild &#8230; tanzen“), Abgründiges öffnen.<br />
Natürlich lässt einen dieses Gedicht an Fledermäuse denken, zunächst. Doch es geht den entscheidenden Schritt weiter ins bedrohliche Dunkel, in eine Schattenwelt, derer wir nicht mehr Herr sind. Uns wird mitgespielt! Wir sind ausgesetzt, just da, wo wir uns unserer Häuslichkeit sicher wähnen („Gewölle auf Teller und Tisch!“).<br />
Nachts ist der Wechsel, auch der Wechsel von Fragezeichen und Ausrufezeichen. Die Sicherungen sind durchgebrannt &#8230;<br />
Da gibt es tatsächlich noch welche, die nichts hören, nichts sehen, nichts erahnen, die weiter von der stillen Nacht singen. Mag sein, dass sie das Lied eine Zeitlang über die Abgründe hinwegführt, aber irgendwann wird auch ihnen Hören und Sehen vergehen, wenn sie den Mut fassen, in ihr Dunkel hinabzusteigen.</p></blockquote>
<p>Als ich den Link zu Marlies Blauths Blog zum ersten Mal anklickte, war ich fasziniert von der Klarheit, mit der sie ihre Kunst wie auch ihre Gedichte präsentiert. Inzwischen ist es immer eine besonderer Moment, dort vorbeizuschauen: <a href="http://kunst-marlies-blauth.blogspot.com/">KUNST Marlies Blauth</a></p>
<blockquote><p>Marlies Blauth (*1957 in Dortmund; aufgewachsen in Dortmund, Vater war Musiker) ist Künstlerin, studierte bei Anna Oppermann und Wil Sensen an der Universität Wuppertal<br />
(1981 Staatsexamen Kunst/ Biologie; 1988 Diplom Kommunikationsdesign),<br />
seit 1988 Ausstellungen im In- und Ausland (Malerei, Druckgrafik, experimentelle Techniken)<br />
seit 2006 literarische Beiträge in Anthologien und Zeitschriften, mehrere regionale Auszeichnungen</p></blockquote>
<p>Die sechste Runde der Monatsgedichte dauert noch bis Heiligabend. Die Germanistin und Lektorin <a href="http://www.sprach-T-raum.de">Katrin Greiner</a> (Halle) wählt aus diesen Posts im Blog Monatsgedichte dann den Siegertext für Januar. Thema sind <a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/projekte/monatsgedichte/monatsgedicht-6-film-und-kinogedichte/">Film- und Kinogedichte </a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Unflugfähig&#8221; von Jörg Wiedemann &#8211; Monatsgedicht für November</title>
		<link>http://blog.unternehmen-lyrik.de/2011/11/10/unflugfahig-von-jorg-wiedemann-monatsgedicht-fur-november/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 16:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Didyk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen]]></category>
		<category><![CDATA[Monatsgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Favorit]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Wiedemann]]></category>
		<category><![CDATA[Margrit Manz]]></category>
		<category><![CDATA[Poetisches Porträt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein &#8220;kafkaesker Traum&#8221; im November &#8211; was könnte besser passen für diesen immer so grau empfundenen Monat. Jörg Wiedemann hebt in seinem poetischen Porträt  alle Schwere auf  und gibt der bizarren Welt &#8211; nicht nur der Franz Kafkas &#8211; neuen Anschein. Unflugfähig … im Gleichnis hast du verloren. Kratzt sich hinterm K. Kopf sein Schloss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein &#8220;kafkaesker Traum&#8221; im November &#8211; was könnte besser passen für diesen immer so grau empfundenen Monat. Jörg Wiedemann hebt in seinem poetischen Porträt  alle Schwere auf  und gibt der bizarren Welt &#8211; nicht nur der Franz Kafkas &#8211; neuen Anschein.</p>
<blockquote><p><strong>Unflugfähig</strong></p>
<p><em>… im Gleichnis hast du verloren.</em></p>
<p>Kratzt sich<br />
hinterm K. Kopf<br />
sein Schloss und Riegel unterm<br />
Deckflügel flügger<br />
Vorhänge verwandelt sich<br />
Samsalabim in<br />
das kriechende Kerbtier</p>
<p>(Bitte betrachten Sie mich<br />
nur als einen Traum<br />
auf Stummelfüssen)</p>
<p>umkreist so lange heiß<br />
den Brei bis<br />
beim Kichern in den Schmäh<br />
bauch es in ihm ertrinkt komplex</p>
<p>das eintägliche Auge schwimmt<br />
noch oben<br />
klettert hinaus<br />
türmt ins Büro<br />
zwinkert Freud zu legt<br />
abends sich ( und eine Träne)<br />
aufs Kanapee träumt<br />
vom Autodafé<br />
(von herzverbrannten Fliegen).</p>
<p>© Jörg Wiedemann</p></blockquote>
<p>Margrit Manz traf für das Novembergedicht die Auswahl. Die Jurorin, die ihre Meriten im Aufbau zweier literarischer Einrichtungen  &#8211; 1991 die literaturWERKstatt berlin und 2000 das erste Literaturhaus der Schweiz in Basel &#8211; verdient hat, ist auch Mitbegründerin des renommierten ‚Open Mike’ sowie der Werkstatt für ‚Spoken Word’ und ‚Lyrics’ in der Schweiz. Ihre Entscheidung begründet Margrit Manz so:</p>
<blockquote><p>Natürlich ist ein Käfer unflugfähig, auch wenn es ihm gelingt seinen Kerbtierkörper anzuheben und in gewisse Höhen zu schrauben. Doch irgendwie landet er wieder da, wo er abgehoben hat. Es ist so wie mit dem Grashalm. Hat der Käfer die erste Hälfte erklettert, neigt sich durch sein Gewicht die vordere Halmspitze zu Boden. Ob er will oder nicht, er krabbelt an den Ausgangspunkt zurück. Erst im Traum, auf dem Käferrücken liegend, die Stummelfüße zappelnd himmelwärts gerichtet, ist eine Verwandlung erlaubt. Kichernd umkreist er im Traum den heißen Brei, in den er fast noch fällt. Freund Freud kurz zugezwinkert, hinterm Käferkopf gekratzt, trägt er seinen Schmäh-Bauch ins Büro. Verwandelt sich erneut, vielleicht in einen Menschen, und unflugfähig auch jetzt, beginnt er sein ganz alltägliches Abenteuer.</p>
<p>Aufgabe für das Novembergedicht war es, ein Porträt in poetischen Worten zu zeichnen.<br />
Für mich wurden Thema und poetische Bilder am eindrucksvollsten im Gedicht „Unflugfähig“ umgesetzt. Der Dichter hat es verstanden, dem Text Leichtigkeit und Tiefe zu geben, der Sprache Humor und Virtuosität zu verleihen und den Bildern von Traum und Wirklichkeit, besser gesagt, den Mühen des Tages und der Nacht, Präsenz zu verleihen. Reich an verwandelten Materialien und Zitaten wurden die Worte präzise gesetzt, keines davon ist Zweitlösung oder Zufälligkeit.</p>
<p>Ob Gleichnisse gewonnen oder verloren sind, sie bleiben letztendlich Gleichnisse. Sie sind, was sie sind! So wie beim Leoparden und dem Tempel:<br />
„Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer;<br />
das wiederholt sich immer wieder;<br />
schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird Teil einer Zeremonie. (Franz Kafka)</p></blockquote>
<p>Herzlichen Glückwunsch nach Berlin zu Jörg Wiedemann, einem Autor, der voller Ideen steckt und vor allem auch als Lesender in der Literatur zuhause ist.</p>
<blockquote><p>Unter dem Motto &#8220;Rolle rückwärts oder vorwärts: Schreiben als existenzielle Turnübung&#8221; brachte Jörg Wiedemann jüngst in einer Diskussion sein Schreiben auf einen Nenner:<br />
&nbsp;<br />
“Es ist das Staunen, das unbeherrschbare Hantieren mit dem Riesenspielzeug, eine Mechanik, die ich nie ganz verstehe und gerade deswegen bewundere.<br />
Es ist Musik, Klang und besonders Rätsel, Kaleidoskop.<br />
Dieses enigmatische Moment, das poetische, verdichtete Sprache inne hat, inauguriert, fasziniert und erschreckt mich zugleich.<br />
Und es ist der Hiatus zur Alltagssprache zum medialen Geplapper, diesen Symplegaden, der mich antreibt und verlorenen Bedeutungen neue Gewichte verleihen möchte.<br />
Im Schreiben, im Vers spüre ich Lebendigkeit, so wie wenn ich auf der Bühne stehe und in eine Rolle schlüpfe, es ist diese Maske, diese stets erneuerbare Larve, die mich visionär stimmt.<br />
Oft fühle ich auch die zu großen Schuhe, Kleider, die nie passen werden.<br />
In erster Linie schreibe ich für mich, vielleicht als psychologisches Ventil, vielleicht als opakes Teilverstehen, als nomadisches und monadisches Streifen durch die schmerzhafte allgegenwärtige Vergänglichkeit unseres Seins, einer Ontologie, der ich mich immer ein wenig ausgeliefert fühle und zu der ich beim Wortefinden um ein paar Millimeter näher zu kommen scheine.<br />
Ich sammle schöne Worte, eindringliche Verse, verlorengehendes &#8216;Sprachmaterial&#8217; und bin am Ziel, wenn manchmal ein Satz, ein Vers, selten ein Gedicht so eine eigene Corona hat und sich illuminiert.&#8221;<br />
&nbsp;<br />
Weitere biografische Daten des Gewinners, der bereits in der ersten Monatsgedicht-Serie unter den Favoriten war, erfahren Sie in der <a href="http://blog.unternehmen-lyrik.de/2010/06/25/jorg-wiedemann-kreditunwurdige-farbspritzer-auf-einer-kohlezeichnung-monatsgedicht-juni/">Vita</a> an früherer Blogstelle.</p></blockquote>
<p>Das fünfte Monatsgedicht ist dem Thema <a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/projekte/monatsgedichte/monatsgedicht-5-nachtgedanken/">Nachtgedanken</a> gewidmet. Der Literaturkritiker Günter Ott wird den Sieger im Dezember küren. Bis zum 25. November haben Sie noch Zeit, Ihr Gedicht zu posten.<br />
Die Details finden Sie unter dem Stichwort <a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/projekte/monatsgedichte/">Förderprojekt Monatsgedichte</a>. Sie können bei diesem Lyrikprojekt zu jeder Runde neu dazustoßen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Monatsgedicht im Oktober: &#8220;das schweigen&#8221; von Klaus Roth</title>
		<link>http://blog.unternehmen-lyrik.de/2011/10/12/monatsgedicht-im-oktober-das-schweigen-von-klaus-roth/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 06:40:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Didyk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen]]></category>
		<category><![CDATA[Monatsgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Favorit]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Roth]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Ines Struck]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Liebesgedichte&#8221; lautete das Thema für Oktober. Die &#8220;absinthgrünen träume&#8221;, das Bild Klaus Roths gleich in der ersten Gedichtzeile, tauchte schon intern beim Austausch der Teilnehmer/innen als starker Magnet auf und zog die Lesenden ins Gedicht. Dass der Text bis zum Schluss hält, was er mit diesem Einstieg verspricht, lesen Sie im Urteil von Sarah Ines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Liebesgedichte&#8221; lautete das Thema für Oktober. Die &#8220;absinthgrüne<em>n</em> träume&#8221;, das Bild Klaus Roths gleich in der ersten Gedichtzeile, tauchte schon intern beim Austausch der Teilnehmer/innen als starker Magnet auf und zog die Lesenden ins Gedicht. Dass der Text bis zum Schluss hält, was er mit diesem Einstieg verspricht, lesen Sie im Urteil von <strong>Sarah Ines Struck</strong>, der Jurorin dieser Monatsgedicht-Runde.</p>
<blockquote><p><strong>das schweigen</strong></p>
<p>absinthgrüne träume<br />
in deinen augen<br />
wenn die nacht<br />
auf den nägeln brennt<br />
und unter die haut dringt<br />
wenn niedere minne sich ankündigt<br />
und das schweigen vibriert<br />
wenn wir auf hautfühlung gehen<br />
zwischen achselhöhle nabel kleinem zeh<br />
und den schlüssel finden<br />
zum herzschlag des begehrens</p>
<p>© Klaus Roth</p></blockquote>
<p>Die<a href="http://www.storia-verlag.de/"> Lektorin und Verlegerin</a> <strong>Sarah Ines Struck</strong>, selbst <a href="http://www.sarah-ines.de/">Autorin</a> und auch in dieser Rolle mit Lyrik intensiv befasst, sieht vor allem in der Bildsprache die Stärke des neuen Favoriten.</p>
<blockquote><p>„Liebe ist die Poesie der Sinne“, soll der französische Schriftsteller Honoré de Balzac einmal gesagt haben. Mein Favorit aus den Einsendungen für die Monatsgedichte Oktober 2011 zum Thema „Liebesgedichte“, das Gedicht „das schweigen“, tanzt auf genau diesem Grat und Dreiklang. Eine Poesie der Liebe hat immer auch einen sinnlichen Aspekt, der nicht zwingend sexuell sein muss, immer aber emotional.<br />
Im Siegergedicht für Oktober wird eine Liebesminiatur in elf Zeilen erzählt. Mit Mitteln der Synästhesie projiziert der Dichter sinnliche Eindrücke in den Kopf der Leser &#8211; „absinthgrüne träume in deinen augen“ &#8211; und lässt fühlen, was das lyrische Ich fühlt, „wenn wir auf hautfühlung gehen zwischen achselhöhle nabel kleinem zeh“. Zugleich wird jedoch die körperliche und geistige Ebene konterkariert. Schließlich ist die Liebe immer mehr als „niedere minne“. Wo „das schweigen vibriert“, bleiben Fragen offen. Und wenn die Liebenden auf „hautfühlung gehen“, finden sie schließlich „den schlüssel … zum herzschlag des begehrens“.<br />
Schlicht und doch bildhaft ist die Sprache dieser Liebesgeschichte in Versen, eine klassische Ästhetik bemüht sie nicht, und doch findet sich in ihr Form jenseits von Metren und Reimschemen, durch versteckte Alliterationen zwischen den Zeilen beispielsweise, vor allem aber durch eine Folge klarer schlichter Bilder, die den Grenzgang der Liebe spiegeln.</p></blockquote>
<p>Bei vielen Teilnehmer/innen der Monatsgedichte kenne ich nur Namen und Mail-Adresse. So bin ich bei mir unbekannten Gewinnern immer selber gespannt, wer hinter dem Gedicht steckt. Klaus Roth belohnt solche Neugier mit einladender Website und Bildergalerie. Auch dort gibt es einige Favoriten zu entdecken!<br />
Die Adressen für dieses Vergnügen finden Sie am Ende der folgenden Vita.</p>
<blockquote><p>Klaus Roth, 1957 geboren, lebt in München, übersetzt Kunst- und Theaterbücher, schreibt Lyrik, Kurzprosa und Essays, malt Horizonte und Köpfe, fotografiert die Ränder des Alltags.<br />
Zahlreiche Bild- und Textbeiträge in Anthologien sowie in Kultur- und Literaturzeitschriften.<br />
Auszeichnungen und Stipendien: Diploma di Merito / Premio &#8220;Città di Napoli&#8221; (Accademia Internazionale Partenopea Federico II), Neapel 2011. Autorenwerkstatt des Lyrik-Kabinetts München, 2005/2006.<br />
Auf der <a href="http://www.klaus-roth-texte.de/">Autorenseite</a> und <a href="http://www.klaus-roth-bilder.de/bildergalerie/">Kunstseite</a> Klaus Roths erfahren Sie noch mehr über den neuen &#8220;Monatsdichter&#8221; im Oktober.</p></blockquote>
<p>&#8220;<strong>Poetische Porträts</strong>&#8221; sind in der gegenwärtigen Monatsgedichtrunde <strong>bis zum 26. Oktober</strong> gefragt. Jurorin für das Novembergedicht ist <strong>Margrit Manz</strong>. Die ausführlichen Informationen finden Sie unter der Rubrik <a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/projekte/monatsgedichte/monatsgedicht-4-poetische-portraets/">Förderprojekte</a> von Unternehmen Lyrik. Sie können<a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/projekte/monatsgedichte/"> in jeder Runde der Monatsgedichte neu</a> hinzustoßen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Auf ein Neues: Johanna Klara Kuppe stellt mit ihrer Übersetzung auch das Monatsgedicht im September</title>
		<link>http://blog.unternehmen-lyrik.de/2011/09/12/auf-ein-neues-johanna-klara-kuppe-stellt-mit-ihrer-ubersetzung-auch-das-monatsgedicht-im-september/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 15:50:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Didyk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Monatsgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Yurtdas]]></category>
		<category><![CDATA[Chanson Populaire]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna Klara Kuppe]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Volkslied]]></category>

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		<description><![CDATA[Glück ist verschwenderisch und lässt sich gerne dort nieder, wo es schon einmal war. Zumindest verhält es sich so bei den Monatsgedichten. Vier Favoriten hatte Jurorin Barbara Yurtdas für ihre abschließende Entscheidung &#8220;feinsortiert&#8221;. Johanna Klara Kuppe machte mit ihrer Übersetzung eines &#8220;Chanson Populaire&#8221; aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts das Rennen. Ein schlichtes Lied [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Glück ist verschwenderisch und lässt sich gerne dort nieder, wo es schon einmal war. Zumindest verhält es sich so bei den Monatsgedichten. Vier Favoriten hatte Jurorin Barbara Yurtdas für ihre abschließende Entscheidung &#8220;feinsortiert&#8221;. Johanna Klara Kuppe machte mit ihrer Übersetzung eines &#8220;Chanson Populaire&#8221; aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts das Rennen.<br />
Ein schlichtes Lied bekam vor anspruchsvolleren Vorlagen Vorrang. Die waren in Teilen zwar außergewöhnlich übersetzt, aber der eine oder andere Übertragungsfehler hatte sich dabei eingeschlichen. In ihrer Beurteilung, die Sie weiter unten lesen können, macht Barbara Yurtdas deutlich, warum sie Johanna Kuppe und ihrer Übersetzung den Lorbeer zusprach.</p>
<blockquote><p><strong>Volkslied</strong></p>
<p>O Gott, wie Liebe bringt doch Leid<br />
Weiß gut, wovon ich rede:<br />
Kommt in mein Herz Erinnerung<br />
An die, für die ich lebe</p>
<p>Ich traf Sie eines Tages:<br />
&#8220;Mein Lieb, wie geht es dir?&#8221;<br />
&#8220;Mir geht es gut so ohne dich,<br />
Ganz kurz gesagt, ich lieb dich nicht!&#8221;</p>
<p>Die Schiffe auf der Seine<br />
Gehören nicht nur einem<br />
Und ich gehör nicht mehr zu dir<br />
Vergeude meine Leiden</p>
<p>Ade du weißer Majoran,<br />
Ade auch Rosmarin,<br />
Gepflückt hab&#8217; ich euch Tag und Nacht<br />
Hab auf die Liebste nur gewart&#8217;</p>
<p>Wie Liebende doch leiden<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p>Übersetzung © Johanna Klara Kuppe</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>Chanson Populaire</strong></p>
<p>Vrai Dieu, qu’amoureux ont de peine!<br />
Je sai bien à quoi m’en tenir:<br />
Au cuer me vient un souvenir<br />
De la belle que mon cuer aime</p>
<p>Je la fus veoir l’autre semaine:<br />
&#8220;Belle,comment vous portez vous?&#8221;<br />
&#8220;Je me porte tres bien sans vous;<br />
A bref parler, point ne vous aime.</p>
<p>Tous les bateaux qui sont sur Seine<br />
Ne sont pas tout à un seigneur;<br />
Aussi ne suis je pas à vous:<br />
Qui bien vous aime y pert sa peine.</p>
<p>Adieu la blanche marjolaine,<br />
Aussi la fleur de romarin,<br />
Que j’ai cueuilli soir et matin<br />
En attendant celle que j’aime.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<span style="color: #ffffff;"> .</span><br />
Aus einer Liedersammlung, zweite Hälfte des 15.Jahrhunderts</p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p>Barbara Yurtdas, selbst Übersetzerin, Roman- und Sachbuchautorin sowie Lyrikerin, war angetan von den hochkarätigen Vorlagen sowie der Übersetzungsleistung und den &#8220;kreativen poetischen Lösungen&#8221; der Teilnehmer/innen. Von Sir Philip Sidney und William Shakespeare über Charles Baudelaire, Arthur Rimbaud, Elisabeth Barrett Browning, Robinson Jeffers, David Allen Evans und Sylvia Plath zu Yves Bonnefoy, Denise Desautels, schließlich Gonca Özmen reichte die Reihe der übertragenen Originalautor/innen, um nur einige von ihnen zu nennen.<br />
Lesen Sie hier nun Barbara Yurtdas&#8217; Begründung ihrer Monatsgedicht-Auswahl:</p>
<blockquote><p>Mein Favorit ist die Übersetzung des französischen Volkslieds <em>Vrai</em><em>Dieu, qu’amoureux ont de peine</em> eines unbekannten Verfassers, aus einer Sammlung des 15. Jahrhunderts. Die Aufgabe, in der deutschen Übersetzung die Balance zwischen Textreue und kreativer Gestaltung zu wahren und ein in Form und Ton stimmiges Gedicht zu schaffen, wird im vorliegenden Beispiel gut gelöst. Der Text liest sich wie ein deutsches ‚Volkslied’ und erinnert nur durch die Erwähnung der „Schiffe auf der Seine“ an die Verankerung des Originals im französischen Sprachraum.</p>
<p>Die Übersetzung bedient sich in freier Form der sogenannten ‚Volksliedstrophe’. In den vierzeiligen Strophen wechseln viertaktige und dreitaktige Verse mit männlichen und weiblichen Versenden ab, jedoch nicht regelmäßig. Am ehesten entspricht noch die erste Strophe dem Schema. Anstatt der im Original vorherrschenden Reime werden Assonanzen und Waisen verwendet. Diese Freiheit ist im Volkslied durchaus erlaubt, sie ermöglicht eine größere Freiheit der Wortwahl, so dass sich zum Beispiel nicht „Herz“ auf „Schmerz“ reimen muss. Regelmäßiger als im französischen Original ist im deutschen Text hingegen der Wechsel zwischen betonten und unbetonten Silben, so dass – trotz des tragischen Themas &#8211; ein Plauderton entsteht, der an Heine erinnert. Der Dialog der Liebenden in der zweiten Strophe klingt in seiner Knappheit und Ironie geradezu modern. Durch Zeichensetzung am Ende der zweiten Strophe (Gänsefüßchen fehlen im Original) hat die Übersetzung entschieden, dass hier die Rede der Frau endet, so dass die dritte und vierte Strophe, ebenso wie die erste, den Kommentar des ‚lyrischen Ich’, d.h. des Mannes darstellt.</p>
<p>Eine Besonderheit der Übersetzung ist die angefügte Schlusszeile, die sich auf den Anfang bezieht &#8211; eigentlich eine genauere Übersetzung der Aussage der ersten Zeile (ohne die Anrufung Gottes). Die Übersetzung schafft so einen Rahmen, der durch die im Volkslied gebräuchliche Alliteration ‚Liebe/Leid’ betont wird.</p>
<p>Eine geglückte, kreative, in sich stimmige Übersetzung.</p></blockquote>
<p>Da kann ich nur mit einem Bravo und Hoch auf  Dich, Johanna, anschließen <img src='http://blog.unternehmen-lyrik.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
Da Sie einiges über die Gewinnerin schon beim <a href="http://blog.unternehmen-lyrik.de/2011/08/12/sterne-fallen-nicht-johanna-klara-kuppe-ist-favoritin-fur-das-monatsgedicht-im-august/">Monatsgedicht für August </a>nachlesen können, stellt sich die Autorin im September nun mit Buch und Projekten vor:</p>
<blockquote><p>&#8220;Projekte mit anderen Künstlern finde ich sehr spannend, da sie &#8216;lebendig&#8217; sind und ganz neue Einblicke gewähren, sowohl in die Arbeit der Anderen als auch in die eigene, anders ausgedrückt &#8230; mit Augen und Worten wie eine Gemse die Grenzen überspringen.&#8221;</p>
<p>Mit diesem Statement nimmt Johanna Klara Kuppe auf ihren Band &#8220;Cassiopeia&#8221; Bezug, in dem sie ihre Gedichte mit Graphiken von Sven Oliver Wangemann paart. Doch diese Einstellung gilt für Johanna Kuppe ganz allgemein, sei es dass sie seit vielen Jahren mit ihrem Mann <a href="http://andreas-kuppe.meinatelier.de/index.php4">Andreas Kuppe</a> Lyrik und Fotografie in Ausstellungen und Leseveranstaltungen kombiniert, sei es dass sie nun in ihrem nächsten Lyrikprojekt gemeinsam mit vier anderen Autorinnen &#8211; genannt &#8220;HandvollReim&#8221; &#8211; auf &#8220;Schwarz &#8211; Weiss&#8221; setzt und diesem Thema einen Lesungsabend in Waiblingen (25. November 2011) und Esslingen (Februar 2012) widmet.<br />
Intensivieren will Johanna Kuppe auch ihre Lyrikerfahrungen mit Jugendlichen. Am 23. September liest sie vor Gymnasiasten und will ihnen in ihrer Performance den Zugang zu Gedichten erschließen. Die Planung und Organisation für Lesungen und lyrische Projekte laufen auch für 2012 bei Johanna Kuppe auf Hochtouren.</p></blockquote>
<p>Ein Lesungshinweis für München schließt sich noch an: Wer &#8211; ortsnah &#8211; <strong>Barbara Yurtdas</strong> live erleben möchte, hat am Donnerstag, den 29. September 2011, um 19.30 Uhr Gelegenheit:</p>
<p>In der Reihe TEXTE &amp; TÖNE stellt Barbara Yurtdas zusammen mit Angela Kreuz eigene Texte vor, unter anderem ein gemeinsames Projekt mit zweisprachiger Lyrik. Janine Schrader improvisiert auf dem Saxophon. So entsteht ein spannender Austausch zwischen den Generationen genauso wie zwischen Musik und Dichtung.</p>
<p>Veranstaltunsort ist die <a href="http://www.seidlvilla.de/">Seidlvilla</a> in München.</p>
<p>Das Monatsgedicht für Oktober wird ein <a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/projekte/monatsgedichte/monatsgedicht-3-liebesgedichte/">Liebesgedicht</a> sein. <strong>Sarah Ines Struck</strong> hat die Jury dieser dritten Wettbewerbsrunde übernommen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;sterne fallen nicht&#8221; &#8211; Johanna Klara Kuppe ist Favoritin für das Monatsgedicht im August</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 20:19:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Didyk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen]]></category>
		<category><![CDATA[Monatsgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Berge über Berge]]></category>
		<category><![CDATA[Favorit]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna Klara Kuppe]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Mayr]]></category>

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		<description><![CDATA[Johanna Klara Kuppe eröffnet als Siegerin die neue 13er-Reihe der Monatsgedichte. Unter dem Motto &#8220;Berge über Berge&#8221; gelingt ihr, wie Juror Richard Mayr (Literaturspezialist und Kulturredakteur der Augsburger Allgemeinen Zeitung) in seiner Urteilsbegründung weiter unten ausführt, bei aller Knappheit der Sprache ein dichter Bildbogen. sterne fallen nicht auf dächer aus gneis brennt unter den füßen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Johanna Klara Kuppe eröffnet als Siegerin die neue 13er-Reihe der Monatsgedichte. Unter dem Motto &#8220;Berge über Berge&#8221; gelingt ihr, wie Juror Richard Mayr (Literaturspezialist und Kulturredakteur der Augsburger Allgemeinen Zeitung) in seiner Urteilsbegründung weiter unten ausführt, bei aller Knappheit der Sprache ein dichter Bildbogen.</p>
<blockquote><p>sterne fallen nicht<br />
auf dächer aus<br />
gneis brennt<br />
unter den füßen<br />
der kalte fels blick<br />
gesenkt auf das<br />
wesentliche im<br />
fenster der<br />
berg</p>
<p>© Johanna Klara Kuppe</p></blockquote>
<p>Richard Mayr kennt sich nicht nur als Kritiker in der Literatur aus, sondern ist selbst auch Autor. Für seine Erzählung &#8220;Feltys Berg&#8221; erhielt er 2010 den Schwäbischen Literaturpreis. Richard Mayr ist außerdem häufig in den Bergen unterwegs; Theorie und Praxis kommen bei seinem Urteil also zusammen.</p>
<blockquote><p>Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, aus Wörtern Sätze zu bilden. Und wenn man es sich richtig überlegt, geht die bloße Zahl der Wörter gegen unendlich, auch wenn die Wortzähler behaupten, dass es so um die 40000 wären, die wir im Deutschen benutzen. Aus der unüberschaubaren Fülle hat der Dichter/ die Dichterin dieses Gedichts lediglich 21 benutzt, wobei zwei doppelt verwendet werden. Aus der Beschränkung erwächst aber die Fülle. Das Gedicht hebt an mit den Sternen, es endet mit dem Berg, der thematischen Klammer dieser Monatsgedichte. Von den Sternen zum Berg in 23 Wörtern. Dazu die Verben: fallen, brennen und gesenkt. Die Sterne fallen nicht auf Dächer aus Gneis. Sie bleiben bestehen, sie bleiben stabil. Wohingegen die Dächer aus Gneis unter dieser Optik zu einem fragilen Gebilde werden. Der Gneis brennt denn auch unter den Füßen. Da läuft also ein Mensch. Oder handelt es sich vielmehr um eine Frage: Brennt unter den Füßen der kalte Fels? Auch in diesem Satz löst sich das scheinbar Feste auf. Wo die Sterne nicht fallen, der Fels aber brennt oder wenigstens brennen könnte, wird der Blick auf das Wesentliche gesenkt. Nicht in der Höhe, weder an den Sternen, noch an den Dächern aus Gneis kann er sich halten. Im Fenster dieses Blicks, der nun ja der Bewegung nach nach unten gerichtet ist, im Fenster aber dieses Blick findet sich der Berg. Oder kann man das Ganze viel einfacher und weniger hochtrabend lesen? Wandert hier schlichtweg jemand einen Berg hinauf. Brennen die Fußsohlen vom vielen Laufen? Kann man es nicht mehr ertragen, nach oben zu blicken, weil der Weg so lang ist? Bleibt der Berg aber trotzdem noch im Fenster? Wird der Wanderer oben ankommen? Er wird, wünschen wir ihm. Und schon wird deutlich, dass hier mit wenigen Worten etwas eingefangen ist, das nicht mehr nur eindeutig gelesen werden kann, dass hier Sprache im besten Sinne verdichtet wurde, zur Dichtung wurde.</p></blockquote>
<p>Herzlichen Glückwunsch an Dich, Johanna! Wer die Autorin kennt, ist oft verblüfft über ihre Ideenfülle, sei es beim Schreiben, sei es in der Ausrichtung ihrer zahlreichen Lesungen. Bei Johanna Klara Kuppe ist Dichtung sinnlich und lebendiges Wort, mit dem sie &#8211; sensibel und aus der Erfahrung ihrer beruflichen Tätigkeit &#8211; auch die flüchtigen Grenzbereiche zum Tod in einer mitunter fast ätherischen Sprache vermittelt.</p>
<blockquote><p>Johanna Klara Kuppe &#8211; geboren in Wuppertal, lebt seit 1992 in Waiblingen (B.-W.), Erzieherin und Musikalienhändlerin, zuletzt (und noch zeitweise) in der Demenz &#8211; und Alzheimerarbeit tätig. Lesungen,  Literaturprojekt &#8220;Schwarz-Weiss&#8221; der Gruppe &#8220;Handvollreim&#8221;, Gedichte erschienen in Anthologien und Online-Magazinen.<br />
Ihre Lyrik möchte die Türen zu Klangräumen öffnen und einladen, &#8220;Zwischenraum-Blicke&#8221; zu riskieren, um dann eigene Wege anhand der Texte zu gehen.</p></blockquote>
<p>In der zweiten Runde der Monatsgedichte 2011/12 geht es um <a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/projekte/monatsgedichte/monatsgedicht-2-uebersetzung-oder-nachdichtung/">Übersetzung und Nachdichtung</a>. <strong>Barbara Yurtdas</strong> trifft als neue Jurorin die Auswahl für das Monatsgedicht im September.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>13. Monatsgedicht: &#8220;unter dem stein die pumpe&#8221; von Ingritt Sachse</title>
		<link>http://blog.unternehmen-lyrik.de/2010/09/24/13-monatsgedicht-unter-dem-stein-die-pumpe-von-ingritt-sachse/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 23:32:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Didyk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen]]></category>
		<category><![CDATA[Monatsgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Favorit]]></category>
		<category><![CDATA[Ingritt Sachse]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Seufer-Wasserthal]]></category>

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		<description><![CDATA[Dreimal ausgewählt von jeweils unterschiedlichem Juror bzw. Jurorin, das spricht für die Autorin: Ingritt Sachse hat die Monatsgedichte mehr zu ihren Favoriten gemacht als umgekehrt. Ihre Version eines Paradiesgartens beschließt nun den ersten Zyklus der 13 Monatsgedichte, die im vergangenen September starteten. unter dem stein die pumpe springt der bach hell über die kiesel silber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dreimal ausgewählt von jeweils unterschiedlichem Juror bzw. Jurorin, das spricht für die Autorin: Ingritt Sachse hat die Monatsgedichte mehr zu ihren Favoriten gemacht als umgekehrt. Ihre Version eines Paradiesgartens beschließt nun den ersten Zyklus der 13 Monatsgedichte, die im vergangenen September starteten.</p>
<blockquote><p>unter dem stein die pumpe<br />
springt der bach hell<br />
über die kiesel silber<br />
rispen auf hohen halmen<br />
schaukeln leise im wind die<br />
seerosen aus dem garten<br />
<em>center </em>die goldigen<br />
fische im teich nebenan<br />
so ein räuber<br />
hat schon der reiher die<br />
gehören doch uns</p>
<p>© Ingritt Sachse</p></blockquote>
<p>Juror war in dieser Runde Klaus Seufer-Wasserthal, Leiter der renommierten <a href="http://www.rupertusbuch.at/">Rupertus Buchhandlung</a> und Mitbegründer des <a href="http://www.literaturfest-salzburg.at/">Salzburger Literaturfestes</a>. Er kam zu folgendem Urteil:</p>
<blockquote><p>Paradise lost?<br />
Unser Garten(teich) ist unser Paradies.<br />
Paradies wo? Paradies wie? Gibt es dieses?<br />
Die Natur scheint bezwungen, doch Einbrüche gibt es. Räuber? Bedrohen sie uns oder doch nur das (kleine) Paradies, das wir uns erträumen, auch schaffen?<br />
Die Dichterin erzählt uns in diesem Gedicht auf ganz wunderbare Weise eine Geschichte von unserem kleinen Paradies (so wir denn einen Gartenteich haben). Sie bricht ironisch die reine Naturbeschreibung, pumpt Worte aus dem ökonomischen Gartenleben ins Gedicht.<br />
Und doch ist auch diese Idylle bedroht, wir haben keine &#8220;Sicherheit&#8221;, die Natur kommt unweigerlich wieder, zu Beginn holt sie sich nur die goldigen Fische. Doch was kommt noch auf uns zu?<br />
Ich finde, dass dieses Gedicht ganz viele Fragen aufwirft und keine Antworten sucht und doch gibt.<br />
Wir haben keinen Anspruch auf Besitz. Wir dürfen zuschauen und betrachten, ein bisschen kommentieren, ein bisschen empört sein, aber das eigentlich Bestimmende ist was anderes!</p></blockquote>
<p>Aufs Neue  also herzlichen Glückwunsch nach Bonn! Und wer ist die Autorin? Da gibt es schon einige Information:</p>
<blockquote><p>Die <a href="http://blog.unternehmen-lyrik.de/2010/04/28/monatsgedicht-april-im-abendzug-von-ingritt-sachse/">Vita Ingritt Sachses</a> finden Sie beim Monatsgedicht April. Was ihr das Schreiben bedeutet, lesen Sie bei den <a href="http://blog.unternehmen-lyrik.de/2010/07/25/das-monatsgedicht-im-juli-kirschrosen-cento-von-ingritt-sachse/">&#8220;kirschrosen&#8221; im Juli</a>. Und über die 13. Runde hinaus? Da ist (nicht nur) eine neue Lesung geplant. Es ist gerade  auch ein Buch im Erscheinen. Bis dieses im Januar auf dem Markt ist, können Sie weitere <a href="http://www.ppfi.de/ppfi.htm">Texte von Ingritt Sachse</a> auf ihrer Website  lesen und hören. Dann entgeht Ihnen auch nicht, wenn ihr neuer Gedichtband dort oder hier in den Beiträgen aktuell angekündigt wird.</p>
<p>Nachtrag: Ingritt Sachses Gedichtband &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fschatteng%25C3%25A4ngen-streut-licht-Gedichte%2Fdp%2F3898964221%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1295375159%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=sprachekultur-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&quot;&gt;In schattengängen streut licht&lt;/a&gt;&lt;img src=&quot;http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=sprachekultur-21&amp;l=ur2&amp;o=3&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;border:none !important; margin:0px !important;">in schattengängen streut licht</a> &#8221; ist inzwischen erschienen. Die Lektüre lohnt!</p></blockquote>
<p>Wie geht es bei den Monatsgedichten weiter? Ein zweiter Zyklus, leicht variiert, ist geplant. Doch bis zum Frühjahr ist nun erst einmal Pause. Näheres erfahren Sie unter <a href="http://www.unternehmen-lyrik.de">www.unternehmen-lyrik.de</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sina Klein: &#8220;stadtbausteine&#8221; &#8211; das Monatsgedicht im August</title>
		<link>http://blog.unternehmen-lyrik.de/2010/08/24/sina-klein-stadtbausteine-das-monatsgedicht-im-august/</link>
		<comments>http://blog.unternehmen-lyrik.de/2010/08/24/sina-klein-stadtbausteine-das-monatsgedicht-im-august/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 14:07:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Didyk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen]]></category>
		<category><![CDATA[Monatsgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Noga]]></category>
		<category><![CDATA[Favorit]]></category>
		<category><![CDATA[Sina Klein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gedichte aus anderen Sprachen ins Deutsche zu übersetzen, ist nach Hans Magnus Enzensberger eine der besten Übungen für das eigene Dichten. Bei Sina Klein, der Gewinnerin des Monatsgedichtes zum heutigen August-Vollmond, gehört diese Praxis und Auseinandersetzung mit fremden Sprachen zum Schreiben dazu. Eine Kostprobe hierfür finden Sie über den Link am Ende des Blogbeitrags. Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gedichte aus anderen Sprachen ins Deutsche zu übersetzen, ist nach Hans Magnus Enzensberger eine der besten Übungen für das eigene Dichten. Bei Sina Klein, der Gewinnerin des Monatsgedichtes zum heutigen August-Vollmond, gehört diese Praxis und Auseinandersetzung mit fremden Sprachen zum Schreiben dazu.  Eine Kostprobe hierfür finden Sie über den Link am Ende des Blogbeitrags.<br />
Doch zunächst hat Sina Klein mit dem Siegergedicht ihren Auftritt und zeigt, welche Inspiration auch ihrer  eigenen Lyrik zugrunde liegt.</p>
<blockquote><p><strong>stadtbausteine</strong></p>
<p>und wie wir umríssen des nachts,<br />
mit weißer kreide umkreisten<br />
die zwillinge von terrassen<br />
ertastend sie auf den straßen<br />
deren atem noch warm -</p>
<p>wie wir naschten an stillen fassaden<br />
(selbst bloß noch silhouetten)<br />
die einzelnen zuckerkristalle<br />
von tischen die abzuwischen<br />
sie vergessen hatten -</p>
<p>dann die nischen die uns tarnten<br />
vor laternen denn wir eilten<br />
zu zweit im schein uns<br />
voraus.</p>
<p>© Sina Klein</p></blockquote>
<p>Andreas Noga, selbst Lyriker sowie Lyrikredakteur der von Sandra Uschtrin herausgegebenen Zeitschrift <a href="http://www.federwelt.de/" target="_blank">&#8220;Federwelt&#8221;</a> und von Theo Breuers <a href="http://www.editionye.blogspot.com/">&#8220;Faltblatt&#8221;</a> hebt den besonderen Zugang hervor, den die Autorin zum Thema wählte:</p>
<blockquote><p>Ein Schatten-Gedicht muss nicht das Wort „Schatten“ enthalten. Der Themenbezug kann sich auch durch indirekte Annäherung erschließen. Besonders überzeugt hat mich das Gedicht „stadtbausteine“, das auf die Benennung verzichtet. Ich hatte nicht den Vorsatz, ein Gedicht auszuwählen, in dem das Wort „Schatten“ fehlt. Schon nach der ersten Lektüre aller Gedichte kristallisierte sich allerdings „stadtbausteine“ als Favorit heraus. Als ich darüber nachdachte, warum das so ist, fiel mir auf, dass der Text Atmosphäre schafft, Empfindungen wachruft und Bilder im Kopf entstehen lässt, ohne die Vokabel der Themenstellung zu verwenden. Dies zudem mit sinnlich-poetischen Bruchstücken, die man nascht wie ein Lebkuchenhaus. „Show, don’t tell“ gilt auch für Gedichte. Wie beim Laternenspaziergang ist der Schatten in „stadtbausteine“ ein steter, aber unauffälliger Begleiter.</p></blockquote>
<p>Im Kommentar ihres Postings im Monatsgedichte-Blog gab Sina Klein auch einen <a href="http://picdit.wordpress.com/2008/11/26/chalk-shadows/">Bildhinweis</a>, wie solche Zwillinge aussehen können. Ich finde den Bezug spannend, wie sich die &#8220;stadtbausteine&#8221; so auch in ein anderes Medium ausdehnen und die Idee weitertragen. Herzlichen Glückwunsch an die facettenreiche Autorin! Und wer steckt nun hinter so viel Sprach- und Bildkraft?</p>
<blockquote><p>Sina Klein – geboren 1983 in Düsseldorf. Lebt, studiert und arbeitet dort in mit und an Sprache (Lyrik, Übersetzungen aus dem Englischen / Französischen; französische Literatur- und Sprachwissenschaften). Lesungen u. a. mit dem Autorenkollektiv <em>Sonny Wenzel &amp; friends</em>. 2010 Nominierung für den Förderpreis der Stadt Düsseldorf für Literatur. Bisherige Gedicht-Veröffentlichungen im Literaturmagazin <a href="http://www.poetenladen-der-verlag.de/poetmag.php">poet (8)</a> und auf <a href="http://www.poetenladen.de/sina-klein.htm">poetenladen.de </a></p></blockquote>
<p><a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/index.php?id=188">&#8220;Reif für Kirschen&#8221;</a> heißt Sina Kleins eingangs erwähnte Übertragung des englischen Textes &#8220;Cherrie-ripe&#8221; von Robert Herrick (16. Jahrhundert). Das mag zugleich eine Anregung für die <a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/projekte/monatsgedichte/monatsgedichte-runde-13-paradiesgarten/">13. und vorerst letzte Runde der Monatsgedichte</a> unter dem Titel &#8220;Paradiesgarten&#8221; sein. Juror ist dieses Mal Klaus Seufer-Wasserthal. Er ist Leiter der renommierten <a href="http://www.rupertusbuch.at/">Rupertus Buchhandlung Salzburg</a> und Mitbegründer des <a href="http://www.literaturfest-salzburg.at/">Salzburger Literaturfestes</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Monatsgedicht im Juli: &#8220;kirschrosen* / cento&#8221; von Ingritt Sachse</title>
		<link>http://blog.unternehmen-lyrik.de/2010/07/25/das-monatsgedicht-im-juli-kirschrosen-cento-von-ingritt-sachse/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 21:43:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Didyk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen]]></category>
		<category><![CDATA[Monatsgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Favorit]]></category>
		<category><![CDATA[Ingritt Sachse]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Schorno]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Start der Monatsgedichte war die Überlegung auch, was geschieht, wenn ein/e Teilnehmer/in im Verlauf des Projekts von mehreren Juror/innen gekürt wird: Ausschluss, neuer Gewinn? Ich entschied mich damals für die zweite Variante, geht doch mit jeder Runde eine unabhängige Beurteilung der Texte einher und kommen damit unterschiedliche Maßstäbe zum Ausdruck. Die Einleitung macht klar: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Start der Monatsgedichte war die Überlegung auch, was geschieht, wenn ein/e Teilnehmer/in im Verlauf des Projekts von mehreren Juror/innen gekürt wird: Ausschluss, neuer Gewinn? Ich entschied mich damals für die zweite Variante, geht doch mit jeder Runde eine unabhängige Beurteilung der Texte einher und kommen damit unterschiedliche Maßstäbe zum Ausdruck.<br />
Die Einleitung macht klar: Der Fall ist eingetreten. Ingritt Sachse, die im April bereits durch die Auswahl Ursula Haeusgens das Monatsgedicht bestritt, überzeugte beim Thema &#8220;Vorbilder&#8221; mit ihrem Cento, dem &#8220;Flickenkleid&#8221; aus Gedichtzeilen Sarah Kirschs und Rose Ausländers, nun auch den Schweizer Juror Paul Schorno.</p>
<blockquote><p><strong>kirschrosen* / cento</strong></p>
<p>seit er fort ist fallen palmen<br />
wie er mich jagt, sein schrei<br />
in glitzernder luft<br />
fliegen die elstern die<br />
blumen waren<br />
wohl lange verdorrt<br />
meine worte<br />
gehorchen mir nicht<br />
was gibt es denn noch?</p>
<p>mit einer pappel /als feder<br />
einen drachen reiten<br />
schneewittchenweiß<br />
dem apfelbaum gleicht<br />
mein freund<br />
und ich<br />
eine helle sprache</p>
<p>*sarah kirsch &amp; rose ausländer</p>
<p>© <a href="http://www.athena-verlag.de">ATHENA-Verlag</a><br />
Aus: <a href="http://www.athena-verlag.de/controller.php?cmd=detail&amp;titelnummer=422">in schattengängen streut licht. Gedichte. edition exemplum </a><br />
Oberhausen 2011</p></blockquote>
<p>Paul Schorno, der als Kritiker und vielseitiger Profi des Literaturbetriebs in Basel wirkt,  leitet seine Entscheidung mit  einer persönlichen Bemerkung ein:</p>
<blockquote><p>Ich wählte nach intensivem Lesen das vielleicht schwierigste Gedicht, betitelt „kirschrosen*/cento“.</p>
<p>Wenn es so ist, dass ein gutes Poem die Essenz von Gelebtem ist, und manches zum Fliessen gebracht wird, so darf dieses hier ein gelungenes und ansprechendes Gedicht genannt werden. Dank etlichen Positionswechseln und verrätselten sprachlichen und gedanklichen Wendungen, braucht der Leser nicht zwingend den Sinn des Ganzen zu erspähen. Er soll beim Lesen selber zu Wort kommen und auf seine eigene Stimme hören. Dazu animieren die 7. und 8. Zeile der ersten Strophe, „meine worte/gehorchen mir nicht“. Überraschend und unvermittelt die darauffolgende Zeile: „was gibt es denn noch?“ Ich erahne dichterische Prozesse im Umfeld von Liebe, Zweifel, Verunsicherung, ein Sichaufbäumen und Weitergehen. In diesem Sinne meine Zuordnung der Zeilen der zweiten Strophe: „einen drachen reiten/ schneewittchenweiss“ und abschliessend „und ich/eine helle Sprache“. Eingeschwiegenes kann spürbar gemacht werden. Freiheiten der Poesie, die jeden Einzelnen einladen, sie zu subjektivieren.<br />
*sarah kirsch &amp; rose ausländer: Zu erspüren ist, dass die Autorin fasziniert und nicht ohne Gewinn für das Atmosphärische sich mit den Daseins- und metaphysischen und märchenhaften Sprachwelten der genannten Autorinnen beschäftigt hat.</p></blockquote>
<p>Die <a href="http://blog.unternehmen-lyrik.de/2010/04/28/monatsgedicht-april-im-abendzug-von-ingritt-sachse/">Vita von Ingritt Sachse</a> finden Sie bereits bei ihrem ersten Siegergedicht. Daher fragte ich dieses Mal nach, warum der Autorin das Schreiben so wichtig sei:</p>
<blockquote><p>Im Alltag als Psychotherapeutin darauf ausgerichtet, anderen zuzuhören und präsent zu sein, schaffen die Gedichte, die in ihrer Kürze als Entwurf auch einmal zwischen zwei Sitzungen aufs Blatt fließen können, eine Gegenwelt. Lyrik schreiben heißt, mich zu sammeln und etwas vollkommen Anderes zu machen, mich sozusagen an völlig andere Orte zu begeben. Es bedeutet Entlastung und Herausforderung, bedeutet Glück und in besonderen Fällen besessen sein zu können von/mit einer Art kreativer Wut.</p></blockquote>
<p>Die zwölfte Runde der Monatsgedichte  lädt zu  <a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/projekte/monatsgedichte/monatsgedichte-runde-12-schatten/">&#8220;Schatten&#8221;-Gedichten</a> ein. Andreas Noga, selbst Lyriker und Lyrikredakteur bei Sandra Uschtrins <a href="http://www.federwelt.de/">&#8220;Federwelt&#8221; </a>und Theo Breuers <a href="http://www.editionye.blogspot.com/">&#8220;Faltblatt&#8221;</a>, ist der Juror des nächsten Monatsgedichtes. Bis  10. August &#8211; hier die notwendigen <a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/projekte/monatsgedichte/">Informationen zum Projekt Monatsgedichte </a> &#8211;  können Sie posten, am 24. August ist die Veröffentlichung des Favoritengedichtes.</p>
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		<title>Jörg Wiedemann: &#8220;Kreditunwürdige Farbspritzer auf einer Kohlezeichnung&#8221; &#8211; Monatsgedicht Juni</title>
		<link>http://blog.unternehmen-lyrik.de/2010/06/25/jorg-wiedemann-kreditunwurdige-farbspritzer-auf-einer-kohlezeichnung-monatsgedicht-juni/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 21:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Didyk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen]]></category>
		<category><![CDATA[Monatsgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Wettstein]]></category>
		<category><![CDATA[Favorit]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Wiedemann]]></category>

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		<description><![CDATA[Jörg Wiedemann ist Gewinner in der Runde der Juni-Gedichte. Seine &#8220;Sommernacht&#8221; hat es in sich. Hitze paart sich mit Kalkül. Vorstellungen und Werte haben sich verschoben. Bereits der Titel ist Programm. Kreditunwürdige Farbspritzer auf einer Kohlezeichnung Sterne zwinkern zwielichtig Trügerisch wie Börsenspekulanten Die mit hochriskanten Anleihen Von Liebe und co. handeln Und du Du liegst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jörg Wiedemann ist Gewinner in der Runde der Juni-Gedichte. Seine &#8220;Sommernacht&#8221; hat es in sich. Hitze paart sich mit Kalkül. Vorstellungen und Werte haben sich verschoben. Bereits der Titel ist Programm.</p>
<blockquote><p><strong>Kreditunwürdige Farbspritzer auf einer Kohlezeichnung</strong></p>
<p>Sterne zwinkern zwielichtig<br />
Trügerisch wie Börsenspekulanten<br />
Die mit hochriskanten Anleihen<br />
Von Liebe und co. handeln</p>
<p>Und du<br />
Du liegst wie immer nackt<br />
Im feuchten Gras eines Sommers<br />
Bereits überwuchert<br />
Von dessen kurzer Laufzeit</p>
<p>Willst dich an einen Kuss ketten<br />
Seine hormonelle Rendite gleich<br />
Eisgewürfelt auf der Zunge einfriern<br />
(Ach so´n Geschmack wie der Stadt-<br />
Schweiß in aller Munde diese Nacht ):</p>
<p>Häuser gehen wieder mit Balkonen schwanger<br />
Leibesfrüchte schwellen dir entgegen<br />
Das Dunkel operiert hier mit unzähl´gen<br />
Lichten Schnitten Stimmen zerlaufen<br />
Und fast verblühte Anästhesisten<br />
Zerstäuben Düfte in viel zu hohen Dosen</p>
<p>Mag der Morgen schon<br />
Silberne Skalpelle wetzen<br />
Aus herzförmigen Blättern<br />
Helle Formen ritzen<br />
Du liegst da<br />
Noch unberührt ungerührt<br />
Bar jeder Unterschrift<br />
Die Zungenspitze purpurn verfärbt</p>
<p>© Jörg Wiedemann</p></blockquote>
<p>Barbara Wettstein, Journalistin, Lektorin und Autorin, hatte die Jury der zehnten Runde inne. Ihre Begründung macht die Vielschichtigkeit des Gedichtes deutlich:</p>
<blockquote><p>Die patentierbare Überschrift ist die erste Überraschung. Ich empfinde dieses Gedicht als ein Konglomerat mehrerer Sommer und wie eine Bilanz unseres modernen Lebens, in der Sehnsucht, Liebe, Körperlichkeit offene Posten sind, Gewinn und Verlust ablesbar werden. Erotik, Finanzwesen, Medizin und Natur verschmelzen zu einer Einheit, die Mischung schmeckt bitter und ein wenig nach gegorener Süße. Die visuelle Sprache verführt zum Erinnern, weckt Assoziationen, Vorahnungen. Die Vergänglichkeit des Sommers, der Reiz der Überreife und der Überdruss werden sinnlich erfahrbar, gebrochen von nüchternen Wörtern, die uns in den Medien anfallen. Die Balance zwischen Ratio und Emotion erweist sich als trügerisch, Wissenschaft und Wirtschaft werfen sich brutal in die Waagschalen, erzeugen Gefühle von Ohnmacht und Skepsis, übertragen sich auf die Art, wie wir andere Menschen betrachten, unsere Liebespartner eingeschlossen. Der Sprachduktus ist melodisch und trotz der analytischen Aussage dem verlangsamten Tempo, der Trägheit der Nacht entlehnt.</p></blockquote>
<p>Herzlichen Glückwunsch an den neuen Monatsgedicht-Sieger! Aus dem Urlaub noch Murmeltierpfeifen und Gämsengemecker im Ohr (&#8220;gute angenehme lautmalerische Poeme!&#8221;), schickte Jörg Wiedemann seine  &#8220;biografischen Sentenzen&#8221;.</p>
<blockquote><p>1970 bin ich in Berlin geboren. Habe Biologie, Germanistik, Sozialpädagogik und Erzieher studiert, auf Bauernhöfen gearbeitet, bin im praktischen Umweltschutz aktiv gewesen.<br />
Unterwegs zu sein in Worten, Gedanken und Taten ist wie der rote Faden, der aus meiner  Hosentasche schaut. Im Moment arbeite ich mit Kindern und beziehe daher die existenzialistischen, manchmal minimalistischen oder auch ironisch gebrochenen Sprachfetzen meiner Lyrik (schreibe ebenso gern Gedichte mit/für Kinder) wie auch aus dem aktiven Lauschen  des Großstadtstimmengewirrs. Lesen und Schreiben ist wie Ein- und Ausatmen für mich &#8230; ja und der Humor, besonders der schwarze, bevölkert überbordend mein etwas wirres &#8220;Köpfchen&#8221;.<br />
Habe an verschiedenen Lyrikwettbewerben teilgenommen und noch nichts veröffentlicht.</p></blockquote>
<p>In der elften Runde entscheidet der Schweizer Literaturkritiker Paul Schorno, wessen &#8220;<a href="http://www.unternehmen-lyrik.de/projekte/monatsgedichte/monatsgedichte-runde-11-vorbilder/">Vorbild</a>&#8221; &#8211; das neue Thema der Monatsgedichte im Juli &#8211; zu Ehren kommt.</p>
]]></content:encoded>
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