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	<title>Kommentare zu: Lyriklesungen, inspiriert und klassisch Loriot</title>
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		<title>Von: Ingrid Kling</title>
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		<dc:creator>Ingrid Kling</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 08:04:00 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Das Hören zieht uns ind das Geschehen...&quot; - saßen wir nicht schön in ganz jungen Jahren verzückt vor dem Vorleser und lauschten uns hinein in ferne Welten? Hören ist wohl eine der ersten Fähigkeiten, die wir Menschen bereits im Mutterleib besitzen. Ich möchte behaupten, dass über das Hören die Individualität des Zuhörers mit der Individualität des Sprechers eine Symbiose eingeht. Wenn zwei Menschen den gleichen Text vorlesen, dann färben nicht Lesegeschwindigkeit und Timbre der Stimme den Text unterschiedlich ein. Vielmehr beeinflusen auch die Erfahrungswelt des Lesenden und seine Bildung die Interpretation. Das kann jeder besonders gut merken, wenn unbekannte Texte gelesen werden.

Hören heißt für mich auch sich einlassen. So wie ich in einen Bus steige und die Verantwortung an den Fahrer abgebe, um von A nach B zu kommen, so überlasse ich es auch dem Lesenden, mich durch den Lesestoff zu leiten. Der Lesende entscheidet wesentlich über die Stimmführung, wann und wie sich Spannung audbaut. So hat der Lesende eine Art Co-Regie zum Autor für das Kopfkino des Hörenden.

Einst, als Wissen und Nachrichten ausschließlich durch Weitersagen transportiert wurden, waren das Hören und vor allem das Zuhören wichtige Fähigkeiten. Wir sollten uns gegenseitig auch wieder mehr zuhören, um zu erfahren, wie es um uns steht...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Das Hören zieht uns ind das Geschehen&#8230;&#8221; &#8211; saßen wir nicht schön in ganz jungen Jahren verzückt vor dem Vorleser und lauschten uns hinein in ferne Welten? Hören ist wohl eine der ersten Fähigkeiten, die wir Menschen bereits im Mutterleib besitzen. Ich möchte behaupten, dass über das Hören die Individualität des Zuhörers mit der Individualität des Sprechers eine Symbiose eingeht. Wenn zwei Menschen den gleichen Text vorlesen, dann färben nicht Lesegeschwindigkeit und Timbre der Stimme den Text unterschiedlich ein. Vielmehr beeinflusen auch die Erfahrungswelt des Lesenden und seine Bildung die Interpretation. Das kann jeder besonders gut merken, wenn unbekannte Texte gelesen werden.</p>
<p>Hören heißt für mich auch sich einlassen. So wie ich in einen Bus steige und die Verantwortung an den Fahrer abgebe, um von A nach B zu kommen, so überlasse ich es auch dem Lesenden, mich durch den Lesestoff zu leiten. Der Lesende entscheidet wesentlich über die Stimmführung, wann und wie sich Spannung audbaut. So hat der Lesende eine Art Co-Regie zum Autor für das Kopfkino des Hörenden.</p>
<p>Einst, als Wissen und Nachrichten ausschließlich durch Weitersagen transportiert wurden, waren das Hören und vor allem das Zuhören wichtige Fähigkeiten. Wir sollten uns gegenseitig auch wieder mehr zuhören, um zu erfahren, wie es um uns steht&#8230;</p>
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